Aktuelles 2014

Wenn die Feuerwehr mal langsam sein darf – Feuerwehr-Pressesprecher appellieren an Menschlichkeit

( Ein Bericht von Oliver Hein, Kreispressewart LK- ROW aus gegebenen Anlass )

Wenn die Feuerwehr kommt, muss in der Regel alles ganz schnell gehen – es geht um Minuten und manchmal auch um Menschenleben. Begleitet werden die Einsätze häufig von Feuerwehr-Pressesprechern, sie tragen an der Einsatzstelle eine grüne Weste und sind für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sind Medien vor Ort, stehen sie ihnen zur Verfügung und erläutern den Einsatzverlauf. Wenn keine Medien zu betreuen sind, erstellen sie auch selbst Berichte über die Arbeit und Einsätze der Feuerwehr. Das ist in mehrerlei Hinsicht eine wichtige Aufgabe, denn viele glauben noch, dass besonders schwierige Einsätze von der Berufsfeuerwehr übernommen werden oder dass die Feuerwehrleute im Feuerwehrhaus auf den nächsten Einsatz warten. Beides stimmt natürlich nicht, denn im Landkreis Rotenburg gibt es ausschließlich freiwillige Feuerwehrleute, die ihre professionelle Arbeit ehrenamtlich verrichten und je nach Alarmzeit ihr Bett, ihre Arbeit oder Familie verlassen um zum Feuerwehrhaus zu eilen.

 

Dieses besondere Engagement allein ist Grund genug für eine eigene Öffentlichkeitsarbeit, denn viele Menschen im Landkreis leisten großartige Arbeit – jeden Tag. Nicht zuletzt ist die Öffentlichkeitsarbeit aber auch wichtig für die Nachwuchsgewinnung, denn das Angebot an nebenamtlicher Beschäftigung ist groß und viele Vereine betreiben ihrerseits eine gute Öffentlichkeitsarbeit.

 

Doch die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr ist in manchen Dingen anders. Vereine können sich aussuchen ob sie was sagen oder nicht. Die Feuerwehr ist jedoch kein Verein, sondern eine kommunale Behörde und unterliegt daher gegenüber der Presse der Informationspflicht nach dem Niedersächsischen Pressegesetz. Ein Bürger hat schließlich ein Recht darauf zu erfahren, was mit seinen Steuergeldern passiert.

 

Der gravierendste Unterschied ist aber, dass die Feuerwehr auch zu tragischen Einsätzen gerufen wird, bei denen es Verletzte oder auch Tote geben kann. Die Pressesprecher berichten dann sachlich und professionell über die Einsatzarbeit der Feuerwehr und deren taktisches Vorgehen. Hier ist natürlich besonderes Fingerspitzengefühl gefragt und auch die Informationen sind sehr sensibel. Für die eigene Berichterstattung auf den Homepages der Feuerwehren haben sich die Pressesprecher daher selbst eine 24-Stunden Pietätssperre auferlegt, wonach bei Einsätzen mit Verletzten oder Toten erst einen Tag nach dem Einsatz ein entsprechender Bericht auftaucht.

 

Hier lässt sich die Feuerwehr bewusst Zeit und das hat einen guten Grund – die Angehörigen sollen nicht über eine Homepage vom Tod eines nahen Verwandten erfahren, sondern durch professionelle Kräfte wie die Polizei oder Seelsorger auf diese schlimme Nachricht vorbereitet werden. So können die Menschen gestützt werden und erhalten die nötige Hilfe, die sie in diesem Moment brauchen. „Jeder stelle sich nur mal für sich selbst vor, wie das wäre:  Ich liege gerade gemütlich. Oder ich stehe gerade zwischen den Einkaufsregalen oder sitze gerade im Auto, um die Kinder abzuholen  …, und dann macht sich das Smartphone bemerkbar. Und ich sehe auf dem Display ein Auto, das ich kenne: Mein Partner, mein Kind, mein…! Wie vom Blitz werde ich getroffen. Keiner hat mich vorbereitet, keiner steht mir zu Seite. Ich stehe ganz allein da und bin mir selbst überlassen. Warum? Weil es einer nicht abwarten konnte und mal eben etwas in das soziale Netzwerk gestellt hat, ohne sich Gedanken zu machen, was er damit auslösen kann.“ so Andreas Hellmich, der Leitende Notfallseelsorger im Kirchenkreis Bremervörde-Zeven und Sprengelbeauftragte der Hannoverschen Landeskirche. „Notfallseelsorger/innen können zwar nicht das Leid nehmen, aber sie können Beistand leisten im ersten Schock. Sie schenken Zeit, bringen Kenntnis und Verständnis mit und können dabei  helfen, Hilfreiches anzubahnen. Möglichkeiten, die Menschen genommen werden, wenn vorzeitig und unkontrolliert Nachrichten beispielsweise über soziale Netzwerke und sensationsaffine Medien verbreitet werden. „Einmal abgesehen davon, dass mitunter maßlose Übertreibungen Betroffenheit wecken. Zum Beispiel bei dem Explosionsunglück in Ritterhude wurde über soziale Netzwerke verbreitet, dass es 30 - 40 Tote gegeben habe. Erschütternd, aber schlichtweg eine Falschmeldung. Die Verantwortung dafür übernimmt keiner.“ ergänzt Hellmich.

 

Problematisch sin an diesem Punkt die heutigen technischen Möglichkeiten. Schaulustige können noch vor Eintreffen der Rettungskräfte oder während der Rettungsarbeiten Bilder erstellen und sie direkt vom Ort des Geschehens in soziale Netzwerke stellen oder anderweitig verteilen. Eine neue Form des „Gaffens“ ist entstanden. Einmal ins Internet gestellt, sind diese Bilder und Informationen nicht mehr zu kontrollieren. Je schlimmer ein Ereignis ist, desto schneller verbreitet es sich im Netz und kann so mitunter auch Angehörige erreichen. „Gedankenlosigkeit, die Menschen weiteres  Leid zufügt. Als ob der Unfall  nicht schon schlimm genug wäre“, fügt Hellmich hinzu.

Die Feuerwehr appelliert daher, das Handy an den Einsatzstellen lediglich für den Notruf zu nutzen und keine Bilder und Informationen ins Internet zu stellen. Der Bericht wird dann von den Profis ins veröffentlich – so schnell wie möglich, so langsam wie nötig.

18.10.2014 Laternenumzug in Vierden

Über 70 Teilnehmer von Groß bis Klein wurden beim Laternenumzug der Freiwilligen Feuerwehr gezählt. Und auch dieses Mal spielte das Wetter der Veranstaltung positiv in die Karten. Bei angenehmen Temperaturen führte in diesem Jahr die Strecke vom Feuerwehrhaus zur Siedlung " Auf der Horst " und wieder zurück. Bereits an der Hauptstraße war der Weg mit Lichtern geschmückt und auch einige Anwohner in der Siedlung hatten kleinere Lichter an Strecke aufgestellt. Viele Kinder brachten selbstgebastelte Laternen mit, aber auch " Laserschwerter " und natürlich Fackeln sorgten für eine angenehme Umzugsbeleuchtung. Musik kam wie jedes Jahr von der Vierdener Dorfjugend und die Feuerwehr sorgte für einen sicheren Streckenverlauf. Der Abschlussfand wieder in gemütlichen Runden bei Bratwurst und Salaten im Gemeinde- und Feuerwehrhaus statt. Über die vom Bürgermeister Harald Schmitchen verteilten Süßigkeiten freuten sich kleine und auch " Große " Kinder

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16.08.2014 Brasilianischer Abend der Feuerwehr

In diesem Jahr konnten wir wieder einmal einen brasilianischen Grillabend feiern. Dazu hatte die Vierdener Feuerwehr die Bürger des Ortes und aus Ramshausen eingeladen. Leider meldeten sich nur gut 50 Teilnehmer zu der Veranstaltung an, so dass es im Vierdener Schafstall doch übersichtlich blieb. Bei herzhaften Grillspezialitäten vom Rind, Schwein, Lamm, Hähnchen und Pute war für jeden etwas dabei. Eine reichhaltige Auswahl an Salaten, sowie gegrillte Ananas rundeten das Mahl ab. Bei lauschiger Musik und kühlen Getränken wurde dieser schöne Abend noch bis in die Nacht genossen.

13.06.2014 Hochzeit in der Feuerwehr

Freitag der 13. Für viele Menschen nicht unbedingt ein Glückstag. Für Eva und Thomas Jensen jedoch der perfekte Tag, um den Bund der Ehe einzugehen. Die beiden Vierdener Feuerwehrleute ließen sich im kleinen Kreis in der Sittensener Wassermühle trauen. Und obwohl die Zeremonie im engsten Familienkreis stattfand, waren genügend Kameraden vor Ort. Neben dem Brautpaar, dem Brautvater Ortsbrandmeister Peter Behrens, Eva´s fünf jüngeren Geschwister sowie vier weiteren Kameraden, die eine kleine Überraschung vorbereitet hatten, waren insgesamt 12 Vierdener Feuerwehrleute bei diesem Ereignis. Die Vierdener Feuerwehr wünscht den beiden eine lange und glückliche Ehe

Hans-Hermann Wichern führte zum letzten Mal durchs Bingo-Spiel
Hans-Hermann Wichern führte zum letzten Mal durchs Bingo-Spiel

01.02.2014   Gemütlicher Abend in Steddorf

Unser diesjährige "Gemütliche" passte genau zu seinem Namen. Waren im Vorjahr noch über fünfzig Teilnehmer zu begrüßen, so fanden diesmal nur 37 Feuerwehrangehörige den Weg nach Steddorf. Bedingt durch einige gleichzeitig stattfindende Veranstaltungen wurde in dieser gemütlicher Runde gefeiert. Peter Behrens begrüßte in seiner Funktion als Ortsbrandmeister die Anwesenden sowie besonder Karl Benda aus der Altersriege und Frau Ossenbrügen als Fördermitglied. Nach dem traditionellen Essen fand wieder das BINGO Spiel statt, wo es wieder schöne Preise zu gewinnen gab. Hans-Hermann Wichern moderierte wieder diesen Spaß. Leider war es für ihn das letzte Mal, dass er diese Aufgabe übernahm, aber nach 18 Jahren Bingomoderation sollte dann Schluß sein. Aus der Versammlung wurde sein Schwiegersohn Mario Wintjen als Nachfolger vorgeschlagen. So hat Hans-Hermann Wichern wenigstens in den nächsten Jahren die Möglichkeit auch mal einen Preis zu gewinnen. Anschließend durfte das Tanzbein geschwungen werden und einige Stunden später endete auch dieser "Gemütliche Abend" wieder mit der Freude aufs nächste Jahr.

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18.01.2014   Kohltour der Feuerwehr

Auch in diesem Jahr fand wieder eine Kohltour für alle Kameraden der Feuerwehr statt. Lediglich Ortsbrandmeister Peter Behrens wusste wohin der Weg in diesem Jahr führt. Vom Feuerwehrhaus in Vierden  wurden die 24 Teilnehmer mit fünf Fahrzeugen zum Startpunkt in der Wildniss zwischen Helvesiek und Wenkeloh gebracht. Von dort ging es dann zu Fuß weiter über Wenkeloh und Scheeßel, wo es die erste Versorgungsstation gab. Anschließend wurde der Marsch dann in Richtung Jeersdorf fortgesetzt. Dort gab es am Ortsrand die nächste Pause und nachdem alle wieder Kraft getankt hatten, führte der Weg weiter nach Westeresch. Auf dem Hof eines Arbeitskollegen vom Brandmeister gab es noch eine kürzere Pause bevor man im örtlichen Gasthaus einkehrte um sich dort mit einem zünftigem Grünkohlessen wieder zu stärken. Der gelungene Ausflug fand dann noch in einem gemütlichen Beisammensein im Vierdener Gemeindehaus seinen Ausklang.

03.01.2014   Jahreshauptversammlung

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung unserer Feuerwehr konnte Ortsbrandmeister Peter Behrens fast 50 Mitglieder begrüßen. Auch Gäste waren eingeladen, und so übermittelten Gemeindebrandmeister Torben Henning, Ordnungsamtsleiter Stefan Miesner, Bürgermeister Harald Schmitchen sowie Ehrengemeindebrandmeister Arnold Hoppe während der Versammlung ihre Grüße und Berichte. Peter Behrens dankte allen Kameraden für ihre geleisteten Dienste, sowie deren Angehörigen für die Unterstützung und den Fördermitgliedern für die finanziellen Zuwendungen. 47 aktive Mitlieder zählt die Wehr, wovon 10 in der aktiven Reserve sind. Im abgelaufenen Jahr gab es zwei Einsätze zu bewältigen, wobei jeweils Bäume von Straßen entfernt wurden. Auch wurden wieder umfangreiche Übungsdienste absolviert, bei denen diesmal unter anderem die Objektkunde im Focus lag. Peter Behrens bescheinigte seinen Kameraden in diesem Zusammenhang eine sehr gute Ausbildung.

Weitere Berichte folgten vom Kassen-, Atemschutz- und Funkwart.Der Sicherheitsbeauftragte und der Leiter der Wettkampfgruppe informierten ebenfalls vom abgelaufenen Jahr

 

03.01.2014  Ehrungen und Beförderungen

Im Zuge der Jahreshauptversammlung konnten auch einige Kameraden aufgrund bestandener Lehrgänge von Ortsbrandmeister Peter Behrens befördert werden. Stephan Hauschild ist jetzt Feuerwehrmann, Johann Büchlij und Stefan Schmitchen wurden zu Oberfeuerwehrmännern sowie Therese Behrens zu Oberfeuerwehrfrau ernannt. Heiko Detjen wurde für den Festausschuss wieder gewählt.

Gemeindebrandmeister Torben Henning ernannte Löschmeister Frank Behrens zum Oberlöschmeister. Ebenfalls wurde Hans-Peter Klindworth für seine 25 jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

Eine besondere Ehrung erhielt Hauptfeuerwehrmann Kevin Klindworth. Er erhielt für seinen Einsatz mit dem Gefahrgutzug bei der Flutkatastrophe an der Elbe die Hochwassermedaille.

Gemeindebrandmeister Torben Henning ( re.) mit den geehrten Kameraden
Gemeindebrandmeister Torben Henning ( re.) mit den geehrten Kameraden
Ortsbrandmeister Peter Behren (li.) mit den beförderten Kameraden und seinem Stellvertreter Peter Klindworth (re.)
Ortsbrandmeister Peter Behren (li.) mit den beförderten Kameraden und seinem Stellvertreter Peter Klindworth (re.)
Alle geehrten und befördterten Kameraden mit der Wehrführung
Alle geehrten und befördterten Kameraden mit der Wehrführung

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